Wie ein Schiff ohne Ziel

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Heute gehen wir der Frage nach, wie werden Viren überhaupt festgestellt? Ich ziehe zur Beantwortung dieser zentralen Frage der Viren-Isolation das Protokoll des Pasteur Institutes (Papadopulos et.al., IFAS Information Dossier, April 1998 resp. Sinoussi in Spectra 4, 1973) zu Hilfe. Es zeigt einen bestechend logisch und nachvollziehbaren Prozess auf. Die Schritte sind folgende:

  1. Kultur von mutmaßlich infiziertem Gewebe.

KOMMENTAR: Zuerst muss also mutmaßlich infiziertes Material vorliegen. Dieses Zellmaterial wird Menschen entnommen, bei denen eine Infektion mit dem vermuteten neuen viralen Erreger angenommen wird.

2. Reinigung der Proben durch Dichtegradientenzentrifugation.

KOMMENTAR: Im Labor werden alle Verunreinigungen (z.B. durch menschliches Zellmaterial) entfernt, so dass nur noch Virusteile (Partikel) übrig bleiben.

3. Elektronenmikroskopische Aufnahmen von Partikeln mit morphologischen Eigenschaften – mit kondensierten Innenkörpern (Kernen) und Knöpfen – und Abmessungen – von nahezu kugelförmiger Form und einem Durchmesser von 100 – 120 nM – von retroviralen Partikeln bei einer Saccharose-dichte von 1,16 g / ml und enthält nichts anderes, nicht einmal Partikel anderer Morphologien oder Dimensionen.

KOMMENTAR: Das vermeintliche Virus wird fotografiert; dabei muss die Vergrösserung angegeben werden. Wie alle Einheiten (inklusive alle Lebewesen), hat auch ein Virus ein bestimmtes Aussehen – sprich eine bestimmte Form, Größe und ein bestimmtes Gewicht (hier Dichte) – das es als Virus auszeichnet. Dies kann von den hier aufgeführten Angaben etwas abweichen, da es sich bei Corona nicht um ein Retrovirus handeln soll.

4. Beweis, dass die Partikel reverse Transkriptase enthalten.

KOMMENTAR: Dieser Schritt wird bei RNA-Viren scheinbar hinfällig.

5. Analyse der Proteine und RNA (Erbinformation) der Partikel und Nachweis, dass diese einzigartig sind.

KOMMENTAR: Nun wird abgeklärt, ob die nun vorliegenden Teile – Erbinformation und Proteine – tatsächlich ein neues Virus darstellen oder ob es sich um ein altbekanntes handelt. Dieser Schritt gibt am meisten Raum für Interpretation und muss daher entsprechend nachvollziehbar begründet werden. Hier sehen wir, dass auch in der Naturwissenschaft spekuliert wird.

6. Beweis, dass die Schritte 1-5 nur Eigenschaften von mutmaßlich infiziertem Gewebe sind.

KOMMENTAR: Zur Kontrolle werden identische Kulturen, d.h. Zellen von ähnlich kranken Versuchspersonen (z.B. Patienten*innen mit einer schweren Grippe oder viralen Lungenentzündung) entnommen und unter identischen Bedingungen kultiviert. Diese dürfen sich NUR darin unterscheiden, dass sie NICHT mit dem vermuteten neuen Erreger (also mit Covid-19) infiziert sind.

7. Beweis, dass die Partikel infektiös sind, d.h. wenn reine Partikel in eine nicht infizierte Kultur eingeführt werden, können so identische Partikel hervorgebracht werden (durch Wiederholen der Schritte 1 bis 5 belegbar).

KOMMENTAR: Und hier schließlich geht es um das wohl wichtigste Element eines Virusnachweis überhaupt: Ein Virus muss Zellen infizieren und zwar in genügender Zahl und so, dass das Virus mit dem hier dargelegten Verfahren wieder gewonnen werden kann. Dann und nur dann können wir von einem NEUEN viralen Erreger reden!

So anspruchsvoll diese Schritte auszuführen sind (handelt es sich doch um Kleinstorganismen) so unabdingbar sind doch! Denn nicht alles, was aussieht wie ein Virus ist ein Virus!

Darum haben Jakob Henle und Robert Koch schon im 19.JH im Henle-Koch-Postulat festgehalten:

  1. Die Mikrobe muss in jedem Krankheitsfall festgestellt werden können.
  2. Die Mikrobe muss isolierbar sein (s. oben) und in sauberen Zellkulturen produzierbar sein.
  3. Im Tiermodell muss die Mikrobe immer die gleichen Symptome verursachen und
  4. wieder aus den Versuchstieren herausgefiltert werden können.

Ein Virus muss also Symptome erzeugen, die nur von ihm stammen, d.h. ist das Virus nicht vorhanden (oder nicht aktiv), sind die Symptome nicht vorhanden resp. sind die Symptome nicht vorhanden, dann ist auch das Virus nicht vorhanden (oder nicht virulent)! Da die Symptome des Corona-Virus alles andere als spezifisch sind, stellt sich die Frage, welche anderen Ursachen dieselben Symptome hervorbringen können? Gibt es diese Symptome auch ohne Corona-Virus? Dabei hängt die Stärke von Symptomen weniger von seinem Erreger als der Gesundheit des/der Symptomträger*in ab. Es stellt sich also erneut die Frage nach Ursache und Wirkung (wie ausgeführt im Blog vom 24. März).

Viren verändern laufend ihre Erbinformation; scheinbar um das Immunsystems des Wirtes auszutricksen. Wie stark kann sich ein Virus verändern, dass wir überhaupt noch vom gleichen Virus (oder der gleichen Virus-Familie) ausgehen können? Der Versuch einer sauberen Virenisolation ist zentral. Ist eine solche nicht möglich resp. sind die Symptome nicht einzigartig, müssen wir uns die Frage stellen, handelt es sich tatsächlich um einen neuen Erreger (in diesem Fall ein Virus)?

Konnte eine saubere Isolation (ein direkter Virennachweis als ‘Gold-Standardtest’) durchgeführt werden, kann im Anschluss dann die neu gefundene Erbinformation gewonnen werden (was gewisse Abweichungen nicht ausschließen muss). Daraus können dann Gentests – wie der auch bei Corona zur Anwendung kommende Polymerase-Kettenreaktionstest (PCR) – entwickelt werden. Ohne ein solches Isolationsverfahren fehlt Gentests die Grundlage. Gentests können zwar Genmaterial nachweisen, uns aber nicht sagen woher dieses Genmaterial kommt. Wir fischen dann also buchstäblich im Dunkeln!

Auf die Fehleranfälligkeit und die Fragwürdigkeit des PCR (zur Diagnose vermeintlich ‚aggressiver’ Viren) soll hier ebensowenig eingegangen werden wie auf die Probleme eines mangelnden spezifischen Virusnachweises in Bezug auf die humorale Immunabwehr durch Antikörper.

Ich gehe davon aus, dass klare Fakten – einer wie oben ausgeführten soliden Virenisolation – auch im Falle des Corona-Virus den zuständigen Behörden vorliegen und alle zur Anwendung kommenden Tests validieren. Anders wären für mich die massiven Maßnahmen – ausgelöst durch das Verhängen eines ‘Ausnahmezustandes’ – und die damit einhergehende Gefährdung an Leib und Leben vieler tausender Menschen durch diese Maßnahmen (inkl. der Zerstörung von Existenzen) nicht nachvollziehbar. Jede*r Bürger*in sollte diese bedeutsamen (da grundlegenden) Informationen von unseren politischen Vertretern einsehen dürfen.

Ich beende diesen Blog-Eintrag mit einem Zitat, welches mich als Entwickler immer wieder angebracht erscheint: „Für ein Schiff ohne Ziel ist jeder Wind der richtige!“