Über den Optimismus

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Grade vorne weg, der Optimismus ist nicht eine Leugnung von Tatsachen. Der Optimist fokussiert lediglich auf positives statt auf negatives. Wenn wir wissen, welch zerstörerischer Wirkung pessimistischen Gedanken zukommt, ist es allemal besser ein:e Optimist:in zu sein. Ist es doch eine einfache Wahrheit, dass sich das Leben immer durchsetzt, egal welche Abbiegungen unser Lebensweg einschlägt. Denn egal welchen Weg unser Schicksal einschlägt, es bleibt unser Weg!

Ein Optimist weiss, am Ende ist das Leben eben gut. Ist es noch nicht gut, dann ist es noch nicht das Ende. Abschliessen können wir nur, wenn wir Frieden schliessen. Dann ist eben das Ende gut und wird zum Neuanfang. Dass etwas gut ist, dafür aber braucht es die richtige, innere Einstellung. Und das ist die Kunst des Optimismus: die richtige Einstellung zu den Widrigkeiten des Lebens zu finden.

So verstanden wird vermeintlich negatives zur Charakterschmiede. Auch darin positives zu erkennen – selbst dann, wenn es schmerzt – ist der Weg der Heilwerdung. Wenn ich weiss, dass uns unser Leben manchmal zuruft: „Ziehe Dich warm an!“ Dann liegt darin die Aufforderung zur richtigen Einstellung, zu widrigen Umständen.

Es liegt keine Weisheit und auch keine Gesundheit darin, das Glas halb leer zu betrachten. Der Pessimist tut das und nennt sich dann Realist. In Wahrheit erzeugt er negatives und somit ungesundes Gedankengut und zwar noch bevor Schmerz wirklich eintritt und selbst dann, wenn der Schmerz ausbleibt. Der Pessimist nimmt das ‚bittere Ende‘ vorneweg und negiert, dass eben wir es sind, die das Ende beschliessen. Pessimismus ist die Rennstrecke für ein bedrücktes Leben; Optimismus der Pfad zur Zufriedenheit.