Hinschauen statt Glauben

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Ich frage mich, ob die anhaltende Kritik am eingesetzten nicht-gewählten neuen US-Präsidenten nicht falsch ansetzt?

Die Augenwischerei – auf die auch ich manchmal gerne zurückgreife um zu vereinfachenm, was wir wohl nicht vereinfachen sollten – in politische Recht und politische Linke scheint mir beim neuen US-Präsidenten ins Leere zu laufen. In meiner Wahrnehmung ist er nicht so sehr ein Vertreter der politisch Rechten. Auch wenn ihm die als ‚rechts’ bezeichnenten US-Republikaner eine politische Heimat geboten haben, als er sich in den Kopf gesetzt hat sich sein Präsidentenamt zu erkaufen und dafür eine Partei suchte, die ihm den Schurkenstreich ermöglichen würde. (Es gibt wohl nicht wenige Republikaner die das schon lange bedauern und möglicherweise zukünftig noch mehr bedauern werden.)

Vielmehr ist der neue US-Präsident der Vertreter eine kleinen aber sehr finanzstarken Elite, die sich vor allem durch Rücksichtslosigkeit, Menschenverachtung und ein Verhalten, dass des Menschen unwürdig ist – zutiefst anti-sozial – auszeichnet.

Doch Geld allein hat ihn nicht an die Macht gebracht. Dafür waren einerseits zig-tausende von Bürgerinnen und Bürgern notwendig, die enttäuscht und wütend dem politischen Establishment eine Abfuhr erteilten – wohl mit Recht – und andererseits ein System, dass den Namen Demokratie nicht verdient weil es auf zwar auf Wahlen baut aber dann doch das eigene politische System höher stellt und somit ermöglicht den Nicht-gewählten ins Präsidentenamt zu befördern. (Gemäss Citizen’s Watch soll Clinton 2.8 Millionen Stimmen mehr erhalten haben).

Da müssen sich wohl alle bei der Nase nehmen, die noch an die Demokratie durch Wahlen und die Simplifizierung von politisch links und rechts glauben.