Entwicklungshilfe ist gemeinsam tun!

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Neulich an einem Vortrag hörte ich zum ersten Mal das Sprichwort – es soll aus Afrika stammen: „Was Du für mich tust, jedoch ohne mich, tust Du gegen mich.“

Wenn wir uns die Praxis der Entwicklungszusammenarbeit betrachten aber auch den sogenannte Wiederaufbau nach einem Krieg oder einer andern Katastrophe, müssen wir leider auch heute noch feststellen, wie viel Engagement an den Betroffenen vorbei geschieht.

Wiederaufbau und Entwicklungszusammenarbeit sind heute riesige Geschäftsfelder. Die EU soll 2013 insgesamt 56,2 Milliarden Euro an Entwicklungshilfe ausgegeben haben (https://europa.eu/european-union/topics/development-cooperation_de). Wie viel davon letztlich in die eigene Tasche geflossen ist (sprich an EU-Firmen) sei hier ebenso gegenstandslos wie die Fragen ob solches Profitieren angebracht oder der Betrag angemessen ist (gemessen am Finanzhaushalt). Wie anders aber würden Regionen aussehen, in welche investiert wurde, wäre das Geld gemeinsam mit den Betroffenen eingesetzt worden? Sät die Entwicklungshilfe und der Wiederaufbau bereits nächste Konflikte (und somit gute Geschäfte)? Dem Sprichwort zur Folge wäre das so.

Die großen Herausforderungen für Entwicklungshilfe (kleiner und großer Gemeinwesen) sind nicht so sehr das richtige Wissen um z.B. nachhaltige Technologien sondern das Identifizieren geeigneter Entwicklungsprozesse (durch integrative Prozessgestaltung). Und die müssen letztlich von den Betroffenen bestimmt werden. Häufig ist dafür Hilfe von außen wichtig durch relevantes Wissen um möglich Prozessgestaltungen, Methodenvielfalt in der Umsetzung und relevante Erfahrungen. Das wäre die Rolle der Entwicklungshilfe und nicht das selber Umsetzen! Integrative Prozessgestaltung bindet die persönliche Entwicklung jeder Betroffenen/jedes Betroffenen mit ein.