Worum es geht

Ein Leitbild resp. eine Gemeinwesen-Charta ist eine Absichtserklärung wie Menschen – zum Beispiel in einer Nachbarschaft, einem Quartier oder einer Institution – zusammen leben und/oder arbeiten wollen oder wie eine Initiative zu gestalten ist, so dass sich alle Beteiligten konstruktiv einbringen und entfalten können. Sie definiert sozusagen die Akteure und die Spielregeln des Zusammenlebens.

In ihrer Ausführung kann eine Charta mehr oder weniger ausführlich sein. Es kann sich dabei um ein blosses Leitbild bis hin zu einem verbindlichen Regelwerk handeln, immer jedoch schriftlich festgehalten.

Wozu eine Charta dient

Die Einsatzmöglichkeiten von Chartas sind vielfältig. Sie dient der Entwicklung sozialer Organismen unter anderem wenn es darum geht

  • eine Zweckgemeinschaft zu entwickeln
  • Werte lebbar zu machen
  • Verhaltensregeln zu etablieren
  • Qualitäten für eine Krisen- und Konfliktkultur zu entwickeln
  • Partizipation und Eigenverantwortung der Beteiligten zu fördern
  • Die Bedeutung demokratischer Systeme verständlich zu machen

Für wen eine Charta sinnvoll ist

Die Entwicklung einer Charta ist ein auf die Praxis ausgerichteter Gestaltungsprozess unter anderem für

  • Verschiedene Lebens- und Wohnformen (Nachbarschaften, Kommunen)
  • Gemeinwesen (Quartiere, Gemeinden, Städte und Bioregionen)
  • Bildungs- und soziale Institutionen
  • Organisationen und Unternehmen
  • Fachpersonen u.a. aus Gemeinwesen-, Stadt- und Regionalentwicklung, Sozialarbeit, Sozialen Animation, Integration und Jugendarbeit
  • Mediatorinnen und Mediatoren

Methoden und Umfang

In einem speziell entworfenen Entwicklungsprozess – der eine Wertereflektion beinhaltet – finden Elemente verschiedene Methoden der Arbeit mit Gross- und Kleingruppen Anwendung.

Tiefe und Umfang werden dem Anliegen angepasst.