Worum es geht

Den Reichtum eines Gemeinwesens erkennen. Wenn Ressourcen nicht erkannt und (menschliches) Potential nicht genutzt wird, hilft community mapping bei der Findung und dabei Gemeinwesen in ihrer Vielfältigkeit erfassen.

Einer der Ursprünge des community mappings liegt in Sichtbarmachen natürlicher und kultureller Zusammenhänge und dem sich daraus ableitenden Schützen solcher Ökosysteme und Kulturräume. Ursprünglich als Instrument der Raumplanung eingesetzt und zur Verdeutlichung soziodemographischer Zusammenhänge, wird community mapping heute immer mehr als partizipativer Prozess für die Bevölkerung eines Gemeinwesens mit sozialen, ökologischen und ökonomischen Zielsetzungen (zum Beispiel zur Förderung lokaler oder regionaler Ökonomien), zur Revitalisierung von Gemeingütern oder zur Bewusstmachung vorhandener (natürlicher und) sozialer Ressourcen eingesetzt.

Wozu community mapping dient

Die Einsatzmöglichkeiten von community mapping sind vielfältig. Community mapping dient der Gemeinwesenentwicklung, unter anderem wenn es darum geht

  • Das Gemeinwesen bekannt und vertraut zu machen insbesondere die verschiedenen Akteure, Beziehungen und Zusammenhänge innerhalb eines Gemeinwesens besser zu verstehen;
  • Partizipation zu fördern;
  • Eine Analyse der Ressourcen, Möglichkeiten (Potentialen), Herausforderungen und Ambitionen eines Gemeinwesens zu erstellen;
  • Die Gemeingüter hervorzuheben und ihren Gestaltungsmöglichkeiten aufzuzeigen;
  • ein Gemeinwesen umzugestalten;
  • neu hinzu Gezogene zu integrieren;
  • Jungen Menschen die Möglichkeiten gemeinwesenrelevanten Engagements (Service Lernen) aufzuzeigen;
  • eine Lokal- oder Regionalökonomie aufzubauen und so
  • Teil einer Bioregion zu werden;

Für wen community mapping sinnvoll ist

Community mapping ist ein integrativer Partizipationsprozess unter anderem für

  • Vertreterinnen und Vertreter von Quartieren, Gemeinden, Städten und Regionen
  • Fachpersonen zum Beispiel aus Gemeinwesen-, Stadt- und Regionalentwicklung, Sozialarbeit, Sozialen Animation, Integration und Jugendarbeit
  • Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger
  • Junge (Jugendgruppen) und Alteingesessene
  • Laien, die sich für Gemeinwesenentwicklung und Bioregionen interessieren

Methoden und Umfang

Zentral ist es – je nach Thema – ein Gemeinwesen möglichst umfangreich zu erfassen. Darum wird in solchen Prozessen darauf geachtet, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner gut vertreten und in ihren Anliegen möglichst repräsentiert werden.

Neben dem klassischen Community Mapping finden verschiedene Elemente der Arbeit mit Gross- und Kleingruppen Anwendung.

Tiefe und Umfang werden dem Anliegen angepasst.