Worum es geht

Eine Bioregion bezeichnet ein geographisches Gebiet, in dem der natürliche und der soziale Organismus in einer sich gegenseitig bedingenden, interdependenten Beziehung stehen.

Eine Bioregion wird dabei weniger durch politische, als durch geographische und ökologische Grenzen definiert, welche die für eine Region notwendigen natürlichen Lebensgrundlagen (Ressourcen wie u.a. Land für die Ernährung und Wasser) beinhalten. Als solche muss sie einerseits groß genug sein, um die Integrität biologischer und sozialer Gemeinschaften und Ökosysteme zu erhalten, andererseits klein genug, um von ihren Bewohnerinnen und Bewohnern als Zuhause empfunden zu werden.

Wozu Bioregionalentwicklung dient

In der Bioregionalentwicklung geht es darum Regionen ökologisch, ökonomisch und sozial zu definieren. Dabei soll mit erneuerbaren Ressourcen Gemeinwohl und mit möglichst wenig Abhängigkeit von außen grösst mögliche Resilienz geschaffen werden. Es gilt alle Bereiche des menschlichen Zusammenlebens und der Natur und Umwelt ganzheitlich zu erfasst und nachhaltig auszurichten.

Wann Bioregionalentwicklung sinnvoll ist

Bioregionalentwicklung ist grundsätzlich sinnvoll wenn eine Region zum erliegen kommt (z.B. durch erhöhte Abwanderung gerade der jüngeren Generation) oder wenn eine Region stark be- oder sogar überbelastet ist.

Unabhängig davon kann jede Region den Übergang zu einer Bioregion angehen, vor allem wenn es darum geht

  • die eigene Resilienz (Krisenfestigkeit) zu stärken
  • eine Region ökonomisch, ökologisch und sozial zukunftsfähig zu gestalten
  • Gemeingüter wieder zu beleben

An wen sich Bioregionalentwicklung richtet

Bioregionalentwicklung ist ein partizipativer und integrativer Prozess und richtet sich in an alle Bewohnerinnen und Bewohner einer Region gerade auch an

  • Fachpersonen aus Gemeinwesen-, Stadt- und Regionalentwicklung
  • Vertreterinnen und Vertreter von Quartier-, Gemeinde-, Stadt und Kantonalbehörden
  • Fachpersonen aus Wirtschaftsförderung, sozialer Animation, Integration und Jugendarbeit und
  • alle, die sich für Bioregionalentwicklung interessieren

Methoden und Umfang

Neben Methoden zur großflächigen Regionalerfassung finden Elemente und Methoden der Arbeit mit Gross- und Kleingruppen Anwendung.

Projekte in der Bioregionalentwicklung werden grundsätzlich in Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnerinnen und -partnern durchgeführt, die über die jeweils notwendigen fachspezifischen Kompetenzen verfügen.

Der Umfang richtet sich nach dem Auftrag.